Elementor #2

MEYER&KOWSKI 2020

 

Jetzt hat uns die Welt da draußen zuhause festgesetzt und wir sind alle irgendwie zu Preppern geworden, die an andere Prepper senden. Vieles muss anders, soviel ist klar. Der Lockdown hat auch die spezifische immersive Arbeit von Meyer&Kowski verunmöglicht und wir können/wollen nicht so schnell in den digitalen Raum wechseln, ohne zu wissen, was wir da genau machen. Mit dem live Moment sind wir also erstmal verschwunden. Meyer&Kowski fragt sich: Wie können wir unsere Members trotzdem erreichen, was können wir für sie tun, wie können wir sie berühren? Wie machen weiter gemeinsame Erfahrungen? 

Das Konzept zu unserem nächsten Projekt DAS MISSVERSTÄNDNIS VON DER WELT (gefördert durch den Elbkulturfonds Hamburg und den FondsDarstellender Künste) jedenfalls liegt erstmal auf Eis und braucht wahrscheinlich ein völlig neues Fundament. Wir wollen verschieben, bis wir wieder mit unseren Members zusammen kommen können.

Es gibt da etwas, das uns berührt und das wir in der Zwischenzeit gerne teilen würden: Rutger Bregmans Buch IM GRUNDE GUT. Darin beschreibt der niederländischer Historiker, dass unsere Vorstellung vom Wesen der des Menschen auf einer falschen Prämisse aufbaut, eine, die unser aller Leben prägt – die sogenannte Fassadentheorie: Sie besagt, dass der Mensch im Naturzustand egoistisch und gewalttätig ist, alle gegen alle. Nur Gesetze, die Androhung von Strafen und ein disziplinierter Staat ermöglichen, so die Theorie, dass wir friedlich zusammenleben können. Die Zivilisation ist eine dünne Schutzschicht über der explosiven und barbarischen menschlichen Natur und sie könne jederzeit reißen.

Bregman hält dagegen mit einer radikalen Idee, die darin besteht, dass der Mensch im Grunde gut ist und er tut dies eben nicht philosophisch/theoretisch, sondern anhand unzähliger wissenschaftlicher Beispiele. Das Buch ist gewagt, herausfordernd, utopistisch: Genau die Art von Material, das Meyer&Kowski gern als Ausgangspunkt künstlerischer Auseinandersetzung nutzt.

Über die aktuelle Situation sagt Bregman: „Was wir gerade sehen, ist die Theorie meines Buches auf Aufputschmitteln. Der allergrößte Teil des Verhaltens, das ich beobachte, ist altruistisch und kooperativ. Auf jeden Panikkäufer kommen Tausend Krankenschwestern, die Ausbreitung des Virus aufzuhalten. Wir brauchen ein neues Menschenbild, ein realistisches und ein hoffnungsvolles. Die Mächtigen hören das nicht gerne. Wir müssen und selbstbestimmt organisieren, nur so können wir die Abhängigkeit von zweifelhaften Autoritäten verhindern, die glauben uns kontrollieren zu müssen, weil sie uns nicht trauen.“

Wir, Meyer&Kowski, werden auf diesem Buch und den darin enthaltenen Ansätzen unsere Reihe DAS MISSVERSTÄNDNIS VON DER WELT neu gründen und auf unsere Zusammenarbeit mit Euch Members übertragen, indem wir Gregmans Ansatz vom elementaren Kommunismus zur Diskussion stellen, der besagt, dass wir Menschen verrückt danach sind, zu teilen und besonders in Krisen zum Fundament unserer Menschlichkeit, zu Zusammenarbeit und Altruismus, zurück kehren. Kann das auch für ein performatives Projekt gelten, das sich als Club definiert? Was können wir gemeinsam daraus machen?

Wir haben Rutger Bregman geschrieben, er hat sehr schnell und sehr freundlich geantwortet.

 

Im Oktober 2019 präsentierte Hinz&Kunzt ein Porträt von Meyer&Kowski.

Nach einer aufregenden, umfangreichen und letzten Endes vielfältigen ersten Staffel unseres Clubs möchten wir uns erstmal bei euch, unseren Members, bedanken, dafür dass ihr uns gefunden habt, dass ihr dabei wart, dass ihr immer wieder dabei wart, dass ihr uns anderen empfohlen habt, und es freut uns, dass ihr Lust auf mehr habt.

Wir begeben uns nun, auch dank eines erfolgreichen Antrags an den Elbkulturfonds, fürs nächste Jahr in die Planung zu einer zweiten Staffel! Das Format werden wir genauso fortsetzen. Wir treffen euch an kurz vorher vereinbarten Orten in der Stadt. Von dort aus werdet ihr an den Ort des Geschehen gebracht – bisher zu Fuß, per U-Bahn, per Taxi. In der nächsten Staffel könnten auch andere Verkehrsmittel Einsatz finden.

In DAS MISSVERSTÄNDNIS VON DER WELT erweitern wir den Fokus unserer Untersuchungen vom Mikro aufs Makro, von Beziehungen zwischen einzelnen zur Gesellschaft von vielen. Hier ein kurzer Vorgeschmack auf kommende Inhalte:



So oder ähnlich geht die Geschichte. Vor allem in

Aber zu allererst bringen wir mal unsere Mailingliste auf Trapp. Es soll keiner mehr durchs Netz der Kommunikation fallen! Dann schauen wir uns die Landschaft dieses Jahres an und sähen Zeitpunkte für unsere Abenteuer mit euch.

Dann lassen wir euch wissen wann und wo euch was erwartet. Wir freuen uns wie wir uns immer freuen, sehr!

 

 

 

Meyer&Kowski nimmt ab 2020 neue Mitglieder in den MEMBERS‘ CLUB auf.

Wer unkonventionellen Theatererlebnisse etwas abgewinnen kann, wen es anspricht, zu versuchen, das Rätsel von unseren wer dabei sein will, sollte sich am besten für die ganze erste Staffel anmelden mit einer Email an kontakt@meyerundkowski.de

 

was bisher geschah…

2018 – 19


MEMBERS‘ CLUB I -IV

Members‘ Club ist eine kurze Reihe von Arbeiten, in denen Meyer&Kowski sich mit Beziehungen, Kindern, Trauma, Andersartigkeit auseinandersetzt und vor allem dreht es sich um Sex – ohne dass es um Sex geht.

Members‘ Club pflanzt dir Ideen in den Kopf, gibt dir den einen oder anderen Kuss auf die Lippen, manchmal sogar ein paar Tränen auf die Wangen, vielleicht einen Drink und etwas zu essen auf deinen Teller, aber keinesfalls Geld in deine Tasche.

Members‘ Club sammelt seine Mitglieder an drei unterschiedlichen Abenden an drei verschiedenen Orten in Hamburg um ihnen dort drei Theaterarbeiten zu zeigen.

Members‘ Club zählt zur Zeit 370 Mitglieder.

Members‘ Club kann sich anfühlen wie spät abends müde von einer langen Reise nach Hause kommen… oder auch wie die Achterbahnfahrt, die du nie nehmen wolltest.

Members‘ Club sieht seine Aufgabe nicht darin, deine Geschichten für dich zu erzählen, oder deine Lieder für dich singen, deine Albträume für dich träumen oder deine Darlings für dich killen — Members‘ Club will dich ermutigen, dies selbst zu tun… und mehr.

MEMBERS‘ CLUB
Konzeption/Text/Regie: Meyer&Kowski
Spieler: Susanne Pollmeier, Ruth Marie Kröger, Jörg Petzold
Öffentlichkeitskonzept/Gestaltung: Claudius Strack
Fotographie: Swanhild Kruckelmann
Produktionsleitung: Zwei Eulen
Mitarbeit: Danosch Maghsudi und Stefanje Meyer 

1. Folge

WO SOLLEN WIR BEGINNEN?

Members‘ Club Folge 1 beginnt in einem privaten Lebensraum eines Schauspielerehepaares. Sie kochen, kochen über, servieren, streiten, küssen, singen, sie haben auch ihre Paartherapeutin mitgebracht, die unter anderem mit dem Publikum einen erotischen Intelligenztest macht. 

Vor fast zehn Jahren haben sie schonmal zu sich nach Hause eingeladen, exquisit gekocht für ihre Gäste und dabei die MONOGAMIE hinterfragt.

Heute geht es über den Sex, den wir alle gerne hätten und wie wir ihn bekommen könnten. Oder wie können wir nach dem verlangen, was wir schon gewonnen haben? Ein unverstellter Blick in die dunklen Ecken fester Beziehungen.

Wo sollen wir beginnen? basiert auf Motiven von Esther Perel

2. Folge

WOLLEN WIR UNS BETRINKEN UND DIE WAHRHEIT SAGEN?

Es gibt einen einfachen Verstoß, der einem Paar ihre Beziehung, ihr Glück, sogar ihre Identität kosten kann: eine Affäre.

Überraschend ist, wie häufig es dazu kommt, verblüffend, wie wenig wir von etwas potentiell so giftigem und doch weit verbreitetem verstehen. Wir wissen nur, dass keiner immun ist. Während du das hier liest, ist irgendwo auf der Welt jemand dabei zu betrügen oder betrogen zu werden oder spielt die Rolle des geheimen Geliebten.

Da kommen einem schon ein paar Tausend Fragen in den Sinn, zum Beispiel: Soll man eine geheime Liebe immer beichten? Was zieht die Menschen über die Grenzen hinaus, die sie sich so hart erarbeitet haben? Ist eine Affäre immer selbstsüchtig und falsch, oder kann sie in manchen Fällen verständlich, akzeptabel oder sogar kühn und mutig sein? Warum tut sexueller Betrug so weh? Wo genau hört beginnt die Untreue?

Wollen wir uns betrinken und die Wahrheit sagen? basiert auf Motiven von Esther Perel

3. Folge

the way we love

Ein kurzer Überblick: bisher haben wir uns beim Eintauchen in den Moder von Beziehungen darauf konzentriert, was ihnen mit der Zeit abhanden kommen kann, was sie prüft und des öfteren auch auseinander reißt, von innen wie von außen.

Im dritten Teil unserer Miniserie schwenken wir unseren Blick darauf, wie Liaisons überhaupt erst zustande kommen, warum und wer mit wem, indem wir euch u.a. ein wenig bekannt machen mit dem was dahinter steckt, wenn wir von ‚Persönlichkeit‘ sprechen – THE WAY WE LOVE

Aber wie deuten wir bloß an, was euch diesmal wirklich erwartet, ohne die Spannung zu früh aufzulösen, ohne dem Kitzel der Erwartung zu viel vorwegzunehmen? Okay, drei Dinge verraten wir. Erstens haben wir uns vorgenommen, dass ihr mittels einer spielerischen Begegnung mit den vier Gehirnsystemen der Persönlichkeitsentwicklung euch selbst ein wenig besser kennenlernt (ob das schadet oder nicht, wagen wir nicht vorherzusagen).

Zweitens geht es diesmal in zwei Orte, in einen, an den ihr sicher schon ziemlich oft gekommen seid; in dem anderen dagegen war sicher noch niemand; und kulinarisch gibt es eher nüchterne, fast schon gesunde Kost, also keinen Alkohol, auch kein üppiges Mahl. Drittens sollt ihr befördert werden: von Zuschauern zu Voyeuren. Natürlich, all das nicht unbedingt in der Reihenfolge. Members‘ Club 3 basiert auf Motiven von Helen Fisher.

4. Folge

das ist für alle, denen anscheinend nichts fehlt

Alle guten Dinge sind…4. Himmelsrichtungen zum Beispiel oder Jahreszeiten und natürlich Folgen in der Serie MEMBERS‘ CLUB von Meyer&Kowski und in der vierten Folge richtet die Company ihre Lupe auf Singles. Singles, die alles tun, um Single zu bleiben, die auf enge, feste Bindung verzichten, um ihre unbeeinträchtigte Freiheit zu wahren, für die ehrlich vor ehelich geht, für die eine Liebe reicht – die zu sich selbst. Singles, die sich schämen, dass sie immer noch keinen „gefunden haben“, die sich einfach nicht entscheiden können, obwohl sie sich nach Zweisamkeit sehnen, die ihre Angst vor dem Scheitern einer Beziehung nur überwinden, indem sie sich einreden, dass keiner sie wirklich zufrieden stellen könnte oder verdient hat, dass sie zu viel aufgeben müssten und eine Beziehung gar nicht erst eingehen.

WIr hören die Gedanken einer Frau, auf dem Weg mit ihren aktuellen Lover Schluß zu machen. Sie ist gefährlich nah an dem Punkt, eine Seite von einem Paar zu werden will und er ihr Partner; etwas das sie auf jeden Fall vermeiden muss. Wir bezeugen den Moment ihrer Begegnung, ihres Streitgesprächs, in dem sie ihn abstößt und ihre überraschenden Nachwehen. Es gibt auch Glühwein und dazu Schokolade.

 


2018

ALL THE PAINTINGS IN THE WORLD

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor kurzem stand ich wieder einmal vor einem Porträt, Rembrandt, Cranach, Botticelli, Velasquez, ich weiß es nicht mehr, da wurde ich an etwas erinnert, an das man in Museen gewöhnlich nicht erinnert wird: Begehrt zu werden, vorausgesetzt das Begehren wird erwidert, befreit uns von Angst. Keine Rüstung auf der Welt könnte ein vergleichbares Empfinden von Schutz bieten. Begehrt zu werden, so scheint es mir, kommt dem Gefühl unsterblich zu sein möglicherweise näher als irgendetwas Anderes auf der Welt.“

Mit dieser und vielen anderen Beobachtungen lädt uns der britische Romancier, Geschichtenerzähler, Dichter, Drehbuchautor und Kunstkritiker John Berger (1926- 2017) ein, auf bildende Kunst schauen.

Dan Jemmett – internationaler Theatermacher und alter Bekannter sowohl von John Berger als auch von Marc von Henning aus den gemeinsamen Londoner Theateranfängen – ist zwei Wochen lang Gast der Fleetstreet, um gemeinsam mit Meyer&Kowski eine étude hommage à John Berger zu entwerfen.

„Was wir sehen, kommt immer darauf an, von wo wir schauen“, erinnert uns John Berger.

Fast schon eine Beruhigung im Zeitalter der visuellen Überreizung.

Konzept: Meyer&Kowski

Stories: Dan Jemmett

Performance: Dan Jemmett, Susanne Reifenrath, Marc von Henning

Mitarbeit: Emilia Fester

gefördert durch: Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Rudolf Augstein Stiftung, Fleetstreet e.V., Hamburgische Kulturstiftung

 

  Unfinished paintings Party

 

 

   UNFINISHED BUSINESS

Das ist der neueste heiße Scheiß aus Helsinki: Leute treffen sich zum Trinken und Tanzen und damit es nicht total sinnlos bleibt, malen sie Bilder nach Zahlen aus.

Wir nennen es: Hamburg malt Merkel! 

Hamburg malt Merkel? Unsere Bilder sind 4 große Portraits von der Bundeskanzlerin Angela Merkel, die unsere Besucher ausmalen werden.

Was haben Kunst und Politik gemeinsam? Man wird nie fertig mit Ihnen. Wie mit den meisten Dingen im Leben. Nichts manifestiert eine wichtige Position in der Gesellschaft so sehr, wie ein in Öl gemaltes Antlitz. Immer noch. Was, wenn wir uns dieses Bild selber machen, so wie ein demokratischer Prozess es vorsieht? Wir malen gemeinsam Bilder von unserer Kanzlerin. Hat Sie noch Unerledigtes offen? Bestimmt, sonst wäre Sie nicht zum 4.ten mal unsere Volksvertreterin geworden. Haben wir noch etwas mit Ihr offen? Unbeantwortete Fragen? Nicht erfüllte Versprechen? Werden wir mit unserem Bild von Ihr heute fertig werden? Unwahrscheinlich. 

Hier ist jeder Künstler am gemeinsamen Bild.

it ain’t over till the fat lady sings“!!!

Für das Trinken und Tanzen haben wir aus der Minibar in Wilhelmsburg Markus an die Cocktails und Jost an den Plattenteller gebeten.

Konzept: Meyer&Kowski und Jörg Kiefel

Mitarbeit: Ute Radler

gefördert durch: Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Rudolf Augstein Stiftung, Fleetstreet e.V., Hamburgische Kulturstiftung

Taz-Bericht über die Residenz vom 12.05.17


 

PärchenWrestling

Meyer&Kowski ist wieder zu Gast bei der PMS LOUNGE 
im Wettbewerb von Impulse Theater Festival  
22.06.2019 | 22:00 (Einlass 21:00 Uhr) |
FFT, Düsseldorf


 

KUNST IST BÖSE

Kunstistböse-Motiv

Meyer&Kowski präsentiert mit KUNST IST BÖSE die fünfte Ausgabe ihres mehrfach ausgezeichneten Formats des Doppelmonologs. Im Logensaal der Hamburger Kammerspiele berichtet diesmal der Schauspieler Hans-Jörg Frey von zwei Erfahrungen, die er selbst als Zuschauer gemacht hat.

Hans-Jörg Frey erinnert sich im ersten Teil des Abends an die Kritik eines Regisseurs nach der Generalprobe von „Macbeth“: Dreißig Jahre ist es her, dass der damalige Theatermacher seine Schauspieler, darunter Frey, mit allen Farben seiner Kunst zu Höchstleistungen anspornen wollte. Nun schlüpft der Schauspieler in die Rolle des tobenden Regisseurs. Das Publikum wird zu seinem kritisierten Ensemble von damals und bekommt dabei einen ungefilterten Blick hinter die Kulissen. Die zweite Erfahrung liegt nur wenige Jahre zurück: Die Vorsehung, wie so oft verkleidet im Kostüm der Zufalls, führte Frey in ein philosophisches Seminar aus dem Orient, das – ganz anderes als erwartet – lebensverändernde Auswirkung hatte.

In KUNST IST BÖSE geht es um die menschliche Vorstellungskraft. Unsere Vorstellungen sind es, aus denen alles entsteht und die uns an Ideen glauben lassen. Kunst ist hier etwas Widerständiges, der Sand im Getriebe der Welt. Sie ist faszinierend und verlockend, gefährlich und angsteinflößend und noch so viel mehr. Kunst ist alles das, was wir uns unter Kunst vorstellen können.

https://vimeo.com/216894247

es spielt: Hans-Jörg Frey
Die Premiere war am 17. 05. 2017 im Logensaal der Hamburger Kammerspiele

www.kunst-ist-boese.de

Kritiken:
Kunst ist böse_SchwTB
Kunst ist böse_GEA


WATCH ME No.1

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Menschen. Immer wieder nehmen sie sich etwas Neues vor, erzählen anderen von ihren großartigen wenn nicht gar revolutionären Plänen und dann – dann kommt doch alles anders. Veränderung. Gibt es etwas, wonach wir uns mehr sehnen und wovor wir uns mehr fürchten als Veränderung?

Und warum soll es denen von Meyer&Kowski anders gehen? Kaum hatten sie fest beschloßen, welche Arbeiten sie wann und wo über die nächsten drei Jahre (ihre letzten) zeigen wollen, schon sind sie vom Weg abgekommen, und stehen nun (wie man in Brasilien so schön sagt) ‚in einem ganz anderen Dschungel‘. Mit anderen Worten: eine neue Idee steht auf dem Programm: Statt eine neuen Arbeit zu zeigen beginnen sie gleich mit einer neuen Serie.

WATCH ME! möchte einladen zur Begegnung zwischen Meyer&Kowski, einem Thema, einem Künstler, einem Publikum. Zu WATCH ME! No. 1 ist der junge Schauspieler Lukas Gander eingeladen mit denen von Meyer&Kowski über den Moment des Todes nachzudenken und du bist eingeladen, dir eine öffentliche Probe dieser Begegnung anzusehen danach noch ein Weilchen zu bleiben und denen von Meyer&Kowski ein paar Eindrücke zu schildern, wenn du magst. Es würde ihnen, so versichern sie, eine große Freude sein.

03., 04., 05. März 2017, 18Uhr auf der Probebühne im Gängeviertel

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien  Hamburg

Bilder


VOM ENDE DES ZUSCHAUENS 16-19


einladungmk2016

MEYER&KOWSKI bekommt KONZEPTIONSFÖRDERUNG            in Hamburg

Herzlich willkommen zur Vorstellung der neuen Projektreihe „VOM ENDE DES ZUSCHAUENS“ die MEYER & KOWSKI in den Jahren 2016-2019  entwickelt und welche – neben dem Anliegen, die Grenzen zwischen Zuschauern und Publikum vollständig aufzulösen – konsequenterweise auch die Auflösung von MEYER & KOWSKI selbst bedeutet. Aber bevor es soweit ist, bevor  das Licht ausgeht, werden wir – gemeinsam mit unseren Zuschauern – unsere Ideen erst zur voller Blüte bringen.

MEYER & KOWSKI ist da! MEYER & KOWSKI ist bereit!

VOM ENDE DES ZUSCHAUENS wird ermöglicht durch eine dreijährige Konzeptionsförderung.

kulturbehoerde



lucky-dog-the-show-furLucky Dog — The Show

 

Auch im letzten Jahr hat MEYER & KOWSKI sich weiterentwickelt, neue Kontakte geknüpft und neue potentielle Kooperationspartner gefunden. So zeigte MEYER & KOWSKI Anfang Dezember 2015 „Lucky Dog – The Show“ in der Wartenau 16 in Hamburg Eilbek. Diese Produktion entsteht in Kooperation mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) und dem Studiengang Medientechnik und wird, neben einer Förderung durch die Kulturbehörde Hamburg, auch durch den Fonds darstellender Künste unterstützt.

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NIRVANA SEHEN mit Ute Hannig bei der der ersten Ausgabe des neuen Hamburger Festivals HAUPTSACHE FREI im April 2015 den Publikumspreis.

Projekte:

Der Umwegmacher 2008 — Die Geldwäscherin 2009 — Monogamie 2009 — Ich bin kein guter Mensch 2011 — Die Generalversammlung der Welt 2012 — Das letzte Lied 2012 — Wie Neu! 2012— Das Houdini-Gen 2012— Nirvana sehen 2013— Anders Leben 2013 — Lucky Dog the Show 2014 – Nichts 2015 – Watch Me! 2016 – Kunst ist Böse 2017 – Unfinished Business 2018 – All the paintings in the world 2018 – Members‘ Club (Folgen 1-3) 2018/19 –

Eine Broschüre mit einer Auswahl der Arbeiten von Meyer & Kowski können Sie hier herunterladen  Meyer & Kowski 2008-2012

MEYER&KOWSKI

marc-von-henning-susanne-reifenrath-meyer-und-kowskiDas Hamburger Künstlerduo  MEYER & KOWSKI wurde im Sommer 2008 von den Theatermachern Susanne Reifenrath und Marc von Henning gegründet und hat eine für Hamburg unverwechselbare künstlerische Handschrift und Formsprache entwickelt. Erklärtes Ziel von MEYER & KOWSKI ist es, unentdeckte Aufführungsorte abseits
klassischer Theaterbühnen zu erschließen und die Durchdringung der Räume von Bühne und Zuschauerraum durch unterschiedliche Inhalte, Themen, die uns alle heute umtreiben, zu untersuchen.

MEYER & KOWSKI geht es darum, Synergien aus der projektbezogenen Zusammenarbeit mit wechselnden Partnern aus dem professionellen Kulturbetrieb zu nutzen. Durch die Realisierung von neunzehn Produktionen, von denen eine ganze Reihe als Koproduktionen mit Stadt und Staatstheatern entstanden und viele zu Gastspielen oder Festivals eingeladen waren, hat sich MEYER & KOWSKI sowohl in Hamburg einen festen Publikumsstamm aufgebaut, als auch überregional einen Namen gemacht.


Marc von Henning
* in London, ist Autor, Übersetzer und Regisseur. Beim Londoner Verlag Faber&Faber
erschien 1995 THEATREMASCHINE, ein Buch seiner Übersetzungen von Stücken,
Gedichten und Prosa von Heiner Müller. 1992-2001 sorgte er in London mit seiner
Theatergruppe «primitive science» durch visuell aufregende, an Strategien der
Performancekunst angelehnte Inszenierungen selbst verfasster Texte für großes Aufsehen;
seine Company gewann den «Time Out Critics’ Choice Award». Mit «primitive
science» entwickelte durch die Bearbeitung von theaterfremden Material – Drehbücher,
Gemälde, Erzählungen – auch internationale Projekte, z. B. ICARUS FALLUNG
für die Expo 2000 in Hannover und INVISIBLE COLLEGE für die Salzburger Festspiele.
Ab 2000 arbeitete von Henning im deutschsprachigen Raum als Autor und Regisseur
und inszenierte u.a. wiederholt am Staatsschauspiel Stuttgart, am Schauspielhaus Graz, an
den städtischen Bühnen Köln, dem Schauspiel Frankfurt, dem Deutschen Schauspielhaus
in Hamburg, dem Staatstheater Schwerin und am Nationaltheater Athen. 2008 gründete er mit Susanne Reifenrath die Theaterkompanie Meyer&Kowski und inszeniert weiterhin an Theatern im Europäischen Raum.

Susanne Reifenrath
studierte  an der Spielstatt Ulm und arbeitete als Schauspielerin unter anderem am Theaterhaus Stuttgart, Theater Heilbronn und Schauspiel Esse, bevor sie 1999 in Hamburg ein Studium der Theaterregie aufnahm.  2003 nahm sie an der ersten Ausgabe des Regiewettbewerbs AUSSER ATEM teil und zeigte ihre Arbeit FANGOMAS auf Kampnagel in Hamburg und in den Sophiensaelen Berlin. Es folgten Arbeiten als freie Regisseurin unter anderem am Theater Graz und am Neumarkt Theater Zürich, dem Theater Lübeck und dem Theater Labor Bremen. Gemeinsam mit Marc von Henning realisierte sie am Staatstheater Mainz DAS FALSCHE HERZ nachGeschichten von Edgar Allen Poe und arbeitet seither auch als Dramaturgin. 2005 war sie in der Projektleitung von THEATER DER WELT in Stuttgart tätig und kursierte von 2008 – 2010 das Festival HERZRASEN für das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. Seit 2008 ist sie gemeinsam mit Marc von Henning die künstlerischen Leiterin von MEYER&&KOWSKI , außerdem engagiert sie sich für den Dachverbands freier darstellender Künste in Hamburg und den Bundesverband freie darstellende Künste, dessen Vorstand sie seit 2017 angehört und im Künstlerhaus
Wartenau 16 .