KUNST IST BÖSE

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Meyer&Kowski präsentiert mit KUNST IST BÖSE die fünfte Ausgabe ihres mehrfach ausgezeichneten Formats des Doppelmonologs. Im Logensaal der Hamburger Kammerspiele berichtet diesmal der Schauspieler Hans-Jörg Frey von zwei Erfahrungen, die er selbst als Zuschauer gemacht hat.

Hans-Jörg Frey erinnert sich im ersten Teil des Abends an die Kritik eines Regisseurs nach der Generalprobe von „Macbeth“: Dreißig Jahre ist es her, dass der damalige Theatermacher seine Schauspieler, darunter Frey, mit allen Farben seiner Kunst zu Höchstleistungen anspornen wollte. Nun schlüpft der Schauspieler in die Rolle des tobenden Regisseurs. Das Publikum wird zu seinem kritisierten Ensemble von damals und bekommt dabei einen ungefilterten Blick hinter die Kulissen. Die zweite Erfahrung liegt nur wenige Jahre zurück: Die Vorsehung, wie so oft verkleidet im Kostüm der Zufalls, führte Frey in ein philosophisches Seminar aus dem Orient, das – ganz anderes als erwartet – lebensverändernde Auswirkung hatte.

In KUNST IST BÖSE geht es um die menschliche Vorstellungskraft. Unsere Vorstellungen sind es, aus denen alles entsteht und die uns an Ideen glauben lassen. Kunst ist hier etwas Widerständiges, der Sand im Getriebe der Welt. Sie ist faszinierend und verlockend, gefährlich und angsteinflößend und noch so viel mehr. Kunst ist alles das, was wir uns unter Kunst vorstellen können.

Mit dem Logensaal der Hamburger Kammerspiele fand Meyer&Kowski einen geschichts-trächtigen Spielort. Die ehemalige „Jüdische Loge“ ist seit Anfang 2017 offiziell geschlossen und wird ausnahmsweise für diese Vorstellung geöffnet.

es spielt: Hans-Jörg Frey
Premiere: 17. 05. 2017
Weitere Vorstellungen: 18., 19., 23. und 24.05.2017
Beginn jeweils um 19:30 Uhr.
Logensaal der Hamburger Kammerspiele
Karten:€19/€15 (ermäßigt) www.kunst-ist-boese.de


 

WATCH ME No.1

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Menschen. Immer wieder nehmen sie sich etwas Neues vor, erzählen anderen von ihren großartigen wenn nicht gar revolutionären Plänen und dann – dann kommt doch alles anders. Veränderung. Gibt es etwas, wonach wir uns mehr sehnen und wovor wir uns mehr fürchten als Veränderung?

Und warum soll es denen von Meyer&Kowski anders gehen? Kaum hatten sie fest beschloßen, welche Arbeiten sie wann und wo über die nächsten drei Jahre (ihre letzten) zeigen wollen, schon sind sie vom Weg abgekommen, und stehen nun (wie man in Brasilien so schön sagt) ‚in einem ganz anderen Dschungel‘. Mit anderen Worten: eine neue Idee steht auf dem Programm: Statt eine neuen Arbeit zu zeigen beginnen sie gleich mit einer neuen Serie.

WATCH ME! möchte einladen zur Begegnung zwischen Meyer&Kowski, einem Thema, einem Künstler, einem Publikum. Zu WATCH ME! No. 1 ist der junge Schauspieler Lukas Gander eingeladen mit denen von Meyer&Kowski über den Moment des Todes nachzudenken und du bist eingeladen, dir eine öffentliche Probe dieser Begegnung anzusehen danach noch ein Weilchen zu bleiben und denen von Meyer&Kowski ein paar Eindrücke zu schildern, wenn du magst. Es würde ihnen, so versichern sie, eine große Freude sein.

WATCH ME! am 03., 04. und 05.März 2017, 18. 00 Uhr auf der Probebühne im Gängeviertel

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien  Hamburg


 

DAS ENDE VOM ZUSCHAUEN – PROGRAMMVORSCHAU 16-19


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MEYER&KOWSKI SCHAFFT SICH AB.

Herzlich willkommen zur Vorstellung der neuen Projektreihe „VOM ENDE DES ZUSCHAUENS“ die MEYER & KOWSKI in den Jahren 2016-2019  entwickelt und welche – neben dem Anliegen, die Grenzen zwischen Zuschauern und Publikum vollständig aufzulösen – konsequenterweise auch die Auflösung von MEYER & KOWSKI selbst bedeutet. Aber bevor es soweit ist, bevor  das Licht ausgeht, werden wir – gemeinsam mit unseren Zuschauern – unsere Ideen erst zur voller Blüte bringen.

MEYER & KOWSKI ist da! MEYER & KOWSKI ist bereit!
Am 15.Oktober von 15-18 Uhr in der Wartenau 16, 20089 Hamburg

VOM ENDE DES ZUSCHAUENS wird ermöglicht durch eine dreijährige Konzeptionsförderung.

kulturbehoerde


 

WIR SIND MEYER&KOWSKI

marc-von-henning-susanne-reifenrath-meyer-und-kowskiDie Hamburger Theaterkompanie MEYER & KOWSKI wurde im Sommer 2008. von den Theatermachern Susanne Reifenrath und
Marc von Henning gegründet und hat eine
für Hamburg unverwechselbare künstlerische Handschrift und Formsprache entwickelt. Erklärtes Ziel von MEYER & KOWSKI ist es, unentdeckte Aufführungsorte abseits
klassischer Theaterbühnen zu erschließen
und die Durchdringung der Räume von Bühne und Zuschauerraum zu untersuchen.

MEYER & KOWSKI ging es von Beginn an darum, Synergien aus der projektbezogenen Zusammenarbeit mit wechselnden Partnern aus dem professionellen Kulturbetrieb zu nutzen. Durch die Realisierung von zehn Produktionen, von denen eine ganze Reihe als Koproduktionen mit Stadt und Staatstheatern entstanden und viele zu Gastspielen oder Festivals eingeladen waren, hat sich MEYER & KOWSKI sowohl in Hamburg einen festen Publikumsstamm aufgebaut, als auch überregional einen Namen gemacht. Die Preise bei verschiedenen Festivals sind nur ein Zeichen dieses Erfolgs: So gewann der Doppel-Monolog NIRVANA SEHEN mit Ute Hannig bei der der ersten Ausgabe des neuen Hamburger Festivals HAUPTSACHE FREI im April 2015 den Publikumspreis.

Projekte: Der Umwegmacher — Die Geldwäscherin — Monogamie — Ich bin kein guter Mensch — Die Generalversammlung der Welt — Das letzte Lied — Wie Neu! — Das Houdini-Gen  — Nirvana sehen — Anders Leben — Lucky Dog the Show

Eine Broschüre mit einer Auswahl der Arbeiten von Meyer & Kowski können Sie hier herunterladen  Meyer & Kowski 2008-2012


 

Marc von Henning
* in London, ist Autor, Übersetzer und Regisseur. Beim Londoner Verlag Faber&Faber
erschien 1995 THEATREMASCHINE, ein Buch seiner Übersetzungen von Stücken,
Gedichten und Prosa von Heiner Müller. 1992-2001 sorgte er in London mit seiner
Theatergruppe «primitive science» durch visuell aufregende, an Strategien der
Performancekunst angelehnte Inszenierungen selbst verfasster Texte für großes Aufsehen;
seine Company gewann den «Time Out Critics’ Choice Award». Mit «primitive
science» entwickelte durch die Bearbeitung von theaterfremden Material – Drehbücher,
Gemälde, Erzählungen – auch internationale Projekte, z. B. ICARUS FALLUNG
für die Expo 2000 in Hannover und INVISIBLE COLLEGE für die Salzburger Festspiele.
Ab 2000 arbeitete von Henning im deutschsprachigen Raum als Autor und Regisseur
und inszenierte u.a. wiederholt am Staatsschauspiel Stuttgart, am Schauspielhaus Graz, an
den städtischen Bühnen Köln, dem Schauspiel Frankfurt, dem Deutschen Schauspielhaus
in Hamburg, dem Staatstheater Schwerin und am Nationaltheater Athen. 2008 gründete er mit Susanne Reifenrath die Theaterkompanie Meyer&Kowski und inszeniert weiterhin an Stadt und Staatstheatern,

Susanne Reifenrath
studierte  an der Spielstatt Ulm und arbeitete als Schauspielerin unter anderem am Theaterhaus Stuttgart, Theater Heilbronn und Schauspiel Esse, bevor sie 1999 in Hamburg ein Studium der Theaterregie aufnahm.  2003 nahm sie an der ersten Ausgabe des Regiewettbewerbs AUSSER ATEM teil und zeigte ihre Arbeit FANGOMAS auf Kampnagel in Hamburg und in den Sophiensaelen Berlin. Es folgten Arbeiten als freie Regisseurin unter anderem am Theater Graz und am Neumarkt Theater Zürich, dem Theater Lübeck und dem Theater Labor Bremen. Gemeinsam mit Marc von Henning realisierte sie am Staatstheater Mainz DAS FALSCHE HERZ nachGeschichten von Edgar Allen Poe und arbeitet seither auch als Dramaturgin. 2005 war sie in der Projektleitung von THEATER DER WELT in Stuttgart tätig und kursierte von 2008 – 2010 das Festival HERZRASEN für das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. Seit 2008 ist sie gemeinsam mit Marc von Henning die künstlerischen Leiterin von MEYER&&KOWSKI , seit Mai 2015 leitet sie außerdem die Geschäftsstelle des Dachverbands freier darstellender Künste in Hamburg und engagiert sich dort auch im Vorstand.


 

lucky-dog-the-show-furLucky Dog — The Show

Auch im letzten Jahr hat MEYER & KOWSKI sich weiterentwickelt, neue Kontakte geknüpft und neue potentielle Kooperationspartner gefunden. So zeigte MEYER & KOWSKI Anfang Dezember 2015 „Lucky Dog – The Show“ in der Wartenau 16 in Hamburg Eilbek. Diese Produktion entsteht in Kooperation mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) und dem Studiengang Medientechnik und wird, neben einer Förderung durch die Kulturbehörde Hamburg, auch durch den Fonds darstellender Künste unterstützt.

Weitere Informationen zu „Lucky Dog – The Show“ finden Sie auf hier:

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